Anlass:
Farbfest am Bauhaus Dessau

Veranstaltungsort:
Meisterhaus Feininger/Kurt-Weill-Zentrum

Welche Wirkungen haben Raumatmosphären auf unser Erleben und Verhalten und was folgt daraus für den Gestaltungsprozess?

Alle sinnlich spürbaren Zustandsbeschreibungen der Umwelt haben einen maßgeblichen Einfluss auf unser Erleben und Handeln. Dazu gehören die Veränderungen der Materie, wie die der Atmosphäre. Unser Gehirn gleicht die atmosphärischen Veränderungen von Farben, Formen und Bewegungen permanent aus. Hierdurch nehmen wir die materielle Struktur der Umwelt relativ konstant wahr, obgleich jede Veränderung unbewusst auf unseren Körperzustand wirkt. Veränderungen von Licht und Farbe beeinflussen alle vegetativen Körperfunktionen, wie den Stoffwechsel, die Atmung und den Blutdruck oder den Muskeltonus. Auch unsere emotionalen Stimmungen wechseln mit der Atmosphäre der Räume unseres Aufenthalts, während uns der Grund dafür nur selten bewusst wird.

Prof. Dr. Axel Buether


  1. …Gehirn, – oder was immer es ist oder sein mag :…Jedenfalls finde ich den aufmerksamen Gedanken ungwöhnlich treffend und grundlegend, daß nämlich genau an der Stelle Bewußtsein (Erkenntnis) entsteht, wo die reflexartige Organisation unseres Organismus, – welcher zur Ausgewogenheit strebt – jeden einseitigen Sinnesreiz- Eindruck selbsttäig aktiv zu neutralisieren sucht und damit das in unserer Natur bedingte , innnere Correlat zur Natur des jeweiligen Sinnesfeldes wachruft und (reciprok) aktiviert,um das eigene -typisch menschliche- Gleichgewicht zu gewährleisten , welches erst zur Erkenntnis, bzw. zum Urteil befähigt und nicht nur zwangsläufige triebartige Reaktionen hervorrufen würde.
    Die Erscheinung der sogenannten farbigen Nachbilder und des Simultankontrastes sind nur ein Eizelphänomen. Das Gleiche kann man auch im Bereich des Eigenbewegungssinnes, des Gleichgewchtssinnes etc.etc. erfahren.
    P.S. lassen Sie mich ruhig etwas „begeistert sein“… Auch Goethe würde sich freuen…“es ist an der Zeit“ Ihr WJZ

    die so genannten farbigen Nachbilder

  2. Lieber Herr Zastrow,

    ich hoffe sehr, dass wir uns auf der Konferenz am 6.Oktober in Berlin begegenen und diesen Gedanken aufnehmen können. Sie gehören zum DFZ.

    Herzlichen Gruß Axel Buether